Programm

Familienpflegeausbildung im JFB e.V.

Seit 1995 ist das JFB von der Bezirksregierung Münster als Fachseminar für Familienpflege anerkannt. Seitdem bildet es erwachsene Frauen und Männer zu examinierten, staatlich anerkannten Familienpflegern/innen aus. Diese Qualifizierung wird von uns als verkürzte Ausbildung mit Teilnehmern/innen durchgeführt, die mindestens 25 Jahre alt sind und schon berufliche und/oder persönliche Erfahrungen einbringen können.
(siehe Link "Voraussetzungen")

Der nächste Lehrgang beginnt im zweiten Halbjahr 2019.

Seit 2009 hat das Fachseminar für Familienpflege eine AZAV-Maßnahmezulassung, Fachbereich 4.

Was ist Familienpflege?

–Berufsbild-

Die Ausbildung zum Familienpfleger/zur Familienpflegerin soll diesen/diese befähigen, selbständig und eigenverantwortlich im hauswirtschaftlichen, erzieherischen und/oder pflegerischen Bereich Menschen zu vertreten, zu unterstützen und anzuleiten und hilfsbedürftige Menschen zu betreuen und zu pflegen.

Das Berufsbild der Familienpflege hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert.

Es ist nicht mehr beschränkt auf die Weiterführung des Haushalts der „klassischen“ Familie aufgrund von Krankheit, Schwangerschaft oder Kuraufenthalt der haushaltsführenden Person, sondern beinhaltet heute die umfassende (Alltags)Betreuung in allen Arten von Haushalten und Lebens- und Wohngemeinschaften.

In unterschiedlichen Lebensformen wie Einzelhaushalt, Familie, Wohngemeinschaft und stationärer Wohngruppe versorgen und unterstützen Familienpfleger/innen hauswirtschaftlich, pflegerisch und erzieherisch/psychologisch verschiedene Zielgruppen wie Kinder, Senioren, Behinderte, Psychisch Kranke, sozial Benachteiligte.

Familienpflege ist damit in erster Linie ambulante und stationäre gesundheits- und sozialpflegerische Versorgung mit dem Ziel, für und mit den oben genannten Zielgruppen größtmögliche Eigenständigkeit in der Lebensbewältigung zu erhalten und zu erreichen.

Von diesem Berufsbild ausgehend wird im Einzelnen während der Ausbildung auf folgende konkrete Aufgabenfelder vorbereitet:

  • Weiterführung des Haushalts
  • Wahrnehmung erzieherischer Aufgaben
  • Pflegerische Grundversorgung von Säuglingen, von kranken, pflegebedürftigen oder  behinderten Menschen
  • Anleitung von Menschen bei hauswirtschaftlichen, erzieherischen und pflegerischen Tätigkeiten
  • Hilfe zur Aktivierung und Erhaltung der Selbständigkeit
  • Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Fachdiensten